Jahrbücher
BDZV e.V. (Hrsg.)
Zeitungen 2013/2014

1. Auflage, Berlin 2013, Paperback., 420 Seiten
10,00 €

(inkl. 7% MwSt.)

Zeitungen haben alle Chancen als Sieger aus dem digitalen Wandel hervorzugehen, wenn sie das Kerngeschäft stärken, in neue Geschäftsfelder investieren, den Digitalbereich ausbauen und den Kunden noch stärker in den Fokus ihrer Aktivitäten stellen. Das ist die zentrale Botschaft des soeben erschienenen Jahrbuchs des BDZV.

Anhand von zahlreichen auch internationalen Best-Practice-Beispielen und Studien präsentieren 20 Experten – Wissenschaftler, Journalisten, Verlagsmanager und Unternehmensberater – Ansätze für die neue Verlagsagenda. Dabei gehen sie unter anderem folgenden Fragen nach: Welche Diversifikationsstrategien sind erfolgversprechend? Wie können Kunden langfristig an die Marke gebunden werden? Wie werden Zeitungsunternehmen zu attraktiven Arbeitgebern für High Potentials und Digital Natives?

Florian Bauer von der Vocatus AG analysiert dazu: „Verlage müssen Kundenorientierung neu lernen!“. Welchen Beitrag dabei die Marktforschung leisten kann, erläutert Professor Heinz-Werner Nienstedt von der Universität Mainz. Der Medienjournalist Johannes Freytag liefert einen Überblick zum Thema „Paid Content“. Sein Credo: Bezahlschranken funktionieren nur, wenn Verlage die Geduld zum Experimentieren haben, und die Nutzer einen wirklichen Mehrwert auf den kostenpflichtigen Websites finden. Dass dieser Mehrwert vor allem in hochwertigem und nutzernahem Journalismus liegen muss, da sind sich Professor Claudia Mast von der Universität Hohenheim und Stefan Plöchinger einig. In seinem Beitrag „Dauerbaustelle Journalismus“ fordert der süddeutsche.de-Chefredakteur, sich neuartigen Formen des Storytellings zu öffnen, Redaktionsstrukturen den Nutzergewohnheiten anzupassen und sich mit einer eigenen journalistischen Vision von der Konkurrenz abzugrenzen. „Die Veränderung muss als Dauerzustand in unseren Verlagen kultiviert werden“, schreibt Plöchinger.

Zentrale Bestandteile von „Zeitungen 2013/14“ sind außerdem Fachaufsätze zu den Themen „Pressefreiheit versus Staats-Alimente“, zur Herausforderung „junge Zielgruppen“ sowie der umfassende Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Verlage. Mit mehr Schaubildern, Tabellen und ergänzenden Erklärboxen soll das neue BDZV-Jahrbuch allen dienen, die sich mit den Zeitungen in Deutschland und deren Trends auseinandersetzen wollen. Dabei soll das Werk als umfassende Informationsquelle zu wichtigen Einzelthemen ebenso wertvolle Hilfe leisten wie als Nachschlagewerk und Serviceinstrument für den Medienalltag.